Waltraud Martius Workshop Franchise Paket | Fairplay Franchising

Workshop “Franchise-Paket”

„Die Kuh muss erst einmal gefüttert werden, bevor sie gemolken wird“. Schnell merkt man, dass ein Profi vor uns spricht. Frau Mag. Waltraud Martius nahm sich auch in diesem Jahr Zeit nach Deutschland zu reisen, um den neuen Studierenden am Franchise Campus einen Workshop über das „Franchise-Paket“ anzubieten.

Waltraud Martius ist Mitbegründerin des “Österreichischen Franchise-Verbandes” (ÖFV) und seit 1986 ehrenamtlich im Vorstand tätig. 2008 wurde ihr die Ehrenpräsidentschaft verliehen. Desweiteren ist Sie Autorin der beim Springer Gabler Verlag veröffentlichten Ratgeber Bücher „Fairplay Franchising“ sowie „Wissens-und Innovationsmanagement in der Franchise-Praxis“.

 Frau Martius leitet das Franchise Consulting-Unternehmen „Syncon“. Es bietet führende Franchise Beratung und hat in über 25 Jahren für Kunden wie Einzelunternehmer, mittelständische Unternehmen oder Konzerne sowie neu zu gründende oder etablierte Franchise-Systeme mit nationaler oder internationaler Ausrichtung in rund 1.200 Projekten begleitet und mitgestaltet.

Man erhält ganzheitliche Beratung über alle “Lebensabschnitte” von Franchise-Systemen von der Know-how-Vermittlung für Einsteiger über die professionelle Beratung bis zum Relaunch bestehender Franchise-Systeme.

 Nicht umsonst ist diese Beratung sehr wichtig, eine Partnerschaft zwischen Franchisegeber und Franchisenehmern muss gut strukturiert und natürlich auch durch ethische Werte abgerundet werden. Einer der Haupterfolgsfaktoren sind nämlich in Franchise-Systemen der Partner vor Ort, denn dieser fördert durch Engagement, Unternehmertun und aktiver Teilnahme der weiteren Entwicklung.

„Heuschrecken“- dagegen nennt man die, die schnell expandieren wollen um Ihre Profitgier zu stillen. Eine solche Denkweise lehrt nicht wenige selbständige Unternehmer ins Aus, denn „Gier frisst Hirn“ wird uns sympathisch und dennoch ernst gemeint mit auf den Weg gegeben.

Innovationen entstehen nur durch solche Partnerschaften, welche von Wertschätzung geprägt und auf gleicher Augenhöhe betrachtet werden und halten so die Franchise Systeme und die damit verbundene Marke in einer Zeit mit ständigen Marktveränderungen konstant und erfolgreich.

Anhand eines „Muster Franchise Pakets“ durften die Studentinnen und Studenten in Gruppenarbeit ganz realitätsgetreu ein Unternehmen gründen und mithilfe dieses Muster-Pakets die notwendigen Bausteine erfassen und ausarbeiten.

 In einzelnen Sparten wie Anforderungen an den Franchisepartner, angebotenen Produkte und Dienstleistungen, Standort und Betriebsfaktoren , Trainings,-Marketing-sowie Management-Services und Systemschutz erarbeiteten die Studenten tolle Unternehmen in den Bereichen von Textil, Beratung bis hin zur Gastronomie und stellten diese in einer Präsentation vor.

Im Anschluss ging Frau Martius auf den Inhalt ein und gab uns Verbesserungsvorschläge und nannte Beispiele aus Ihrer umfangreichen Praxiserfahrung, welche wir als gute Tipps für die selbständige Weiterentwicklung mit auf den Weg nehmen können.

Es war ein erfolgreicher und lehrreicher Tag für unsere Studierende und wir danken Frau Martius herzlich für Ihren Besuch und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

Torben Leif Brodersen DFV Deutscher Franchise Verband

“Schlanke Strukturen bewirken effizientes Arbeiten” – Herr Brodersen zu Gast am Franchise Campus

Auch im Jubiläumsjahr nahm sich Torben Leif Brodersen Geschäftsführer des Deutschen Franchise Verbandes, die Zeit, den Studierenden im ersten Semester am Franchise Campus erste Einblicke in die Arbeit des DFVs und den Grundlagen der Franchisebranche zu geben.

“Schlanke Strukturen bewirken effizientes Arbeiten”.

Er stellte auf der einen Seite die Vorteile und Motivatoren der Franchisenehmer und auf der anderen Seite die der Franchisgeber dar, die sich aus der Kooperation beider ergeben.

So ist der Franchisegeber beispielsweise dahingehend bevorteilt, dass durch die Zusammenarbeit mit Franchisenehmern die Marke, welche für das Unternehmen von zentraler Bedeutung ist, regionaler bekannt wird und expandieren kann, wohingegen der Franchisenehmer von dem großflächigen Marketing und dem Know- How des Franchisegebers profitiert.

Durch das Konzept des Franchising entsteht ein “Zusammenspiel von Marktmacht und Marktnähe”, wie Brodersen die Partnerschaft von beidern Akteuren beschreibt.

Er betonte, dass die gute Zusammenarbeit ein wichtiges Kriterium zum Erfolg ist.

Somit ist es für eine Systemzentrale nicht nur wichtig geeignete Franchisenehmer zu akquirieren, sondern auch die Beziehung zu diesen im Zuge der Partnerschaft zu pflegen und weiter auszubauen.

Der Franschisegeber agiert im idealsten Falle als Innovator, Kommunikator und Mediator.

Im Zuge der Digitalisierung erachtet der DFVs die ,, Corporate Identity ” eines Franchissystems und damit zusammmenhängend vor allem den Auftritt im Netz und den Umgang mit neuen Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb des Systems als besonders bedeutsam und sieht dies als moderne Herausforderung für Unternehmen.

Denn besonders wichtig ist es für Franchise-Systeme sich von der breiten Masse abzuheben um neue Franchisenehmer zu gewinnen, dafür sollten die sogenannten USPs (Unique Selling Propositions) von Seite des Unternehmens klar definiert sein.

Als weitere Herausforderung nennt Brodersen die unterschiedlichen Vorstellungen der kommenden Generationen, welche an den Arbeitsmarkt gestellt werden.

So rücken Flexibilität und eine moderne innovative Arbeitszeitmodelle, wie “Home Office” immer mehr ins Augenmerk zukünftiger Franchisenehmer.

Zum einen arbeitet der DFV mit Banken zusammen und generiert den Franchise-Systemen somit Vorteile bei der Finanzierung neuer Projekte, außerdem wird der Franchisegeber bei der Akquise neuer Frachisenehmer unterstützt.

Desweiteren pflegt der DVF politische Netzwerke, wobei auf die Heterogenität der Themen hingewiesen wird. Beispiele dafür sind die Altersvorsorge selbstständiger Arbeitsnehmer, sowie zahlreicher Umwelt- und Spendenprojekte.

Zudem betreut der DFV das Qualitätsmanagement ihrer Mitgliedssysteme.

Abschließend nannte Brodersen noch Vorteile, die mit einer Mitgliedschaft im DFV für Franchisesysteme zusammenhängen.

Ein einprägsamer Satz aus der Präsentation von Torben Leif Brodersen war: “Wer nicht kooperiert- verliert”.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an den Geschäftsführer des DFV für die Kooperaion mit dem Franchise-Campus der Wilhelm- Knapp- Schule! Wir freuen uns auf ein Widersehen!