Torben Leif Brodersen DFV Deutscher Franchise Verband

“Schlanke Strukturen bewirken effizientes Arbeiten” – Herr Brodersen zu Gast am Franchise Campus

Auch im Jubiläumsjahr nahm sich Torben Leif Brodersen Geschäftsführer des Deutschen Franchise Verbandes, die Zeit, den Studierenden im ersten Semester am Franchise Campus erste Einblicke in die Arbeit des DFVs und den Grundlagen der Franchisebranche zu geben.

“Schlanke Strukturen bewirken effizientes Arbeiten”.

Er stellte auf der einen Seite die Vorteile und Motivatoren der Franchisenehmer und auf der anderen Seite die der Franchisgeber dar, die sich aus der Kooperation beider ergeben.

So ist der Franchisegeber beispielsweise dahingehend bevorteilt, dass durch die Zusammenarbeit mit Franchisenehmern die Marke, welche für das Unternehmen von zentraler Bedeutung ist, regionaler bekannt wird und expandieren kann, wohingegen der Franchisenehmer von dem großflächigen Marketing und dem Know- How des Franchisegebers profitiert.

Durch das Konzept des Franchising entsteht ein “Zusammenspiel von Marktmacht und Marktnähe”, wie Brodersen die Partnerschaft von beidern Akteuren beschreibt.

Er betonte, dass die gute Zusammenarbeit ein wichtiges Kriterium zum Erfolg ist.

Somit ist es für eine Systemzentrale nicht nur wichtig geeignete Franchisenehmer zu akquirieren, sondern auch die Beziehung zu diesen im Zuge der Partnerschaft zu pflegen und weiter auszubauen.

Der Franschisegeber agiert im idealsten Falle als Innovator, Kommunikator und Mediator.

Im Zuge der Digitalisierung erachtet der DFVs die ,, Corporate Identity ” eines Franchissystems und damit zusammmenhängend vor allem den Auftritt im Netz und den Umgang mit neuen Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb des Systems als besonders bedeutsam und sieht dies als moderne Herausforderung für Unternehmen.

Denn besonders wichtig ist es für Franchise-Systeme sich von der breiten Masse abzuheben um neue Franchisenehmer zu gewinnen, dafür sollten die sogenannten USPs (Unique Selling Propositions) von Seite des Unternehmens klar definiert sein.

Als weitere Herausforderung nennt Brodersen die unterschiedlichen Vorstellungen der kommenden Generationen, welche an den Arbeitsmarkt gestellt werden.

So rücken Flexibilität und eine moderne innovative Arbeitszeitmodelle, wie “Home Office” immer mehr ins Augenmerk zukünftiger Franchisenehmer.

Zum einen arbeitet der DFV mit Banken zusammen und generiert den Franchise-Systemen somit Vorteile bei der Finanzierung neuer Projekte, außerdem wird der Franchisegeber bei der Akquise neuer Frachisenehmer unterstützt.

Desweiteren pflegt der DVF politische Netzwerke, wobei auf die Heterogenität der Themen hingewiesen wird. Beispiele dafür sind die Altersvorsorge selbstständiger Arbeitsnehmer, sowie zahlreicher Umwelt- und Spendenprojekte.

Zudem betreut der DFV das Qualitätsmanagement ihrer Mitgliedssysteme.

Abschließend nannte Brodersen noch Vorteile, die mit einer Mitgliedschaft im DFV für Franchisesysteme zusammenhängen.

Ein einprägsamer Satz aus der Präsentation von Torben Leif Brodersen war: “Wer nicht kooperiert- verliert”.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an den Geschäftsführer des DFV für die Kooperaion mit dem Franchise-Campus der Wilhelm- Knapp- Schule! Wir freuen uns auf ein Widersehen!

Rhetorik macht Spaß

Rhetorik macht Spaß

Professioneller Rhetorik – Kurs am Franchise Campus

Zum ersten Mal führte Frau Bertram das Praxismodul „Rhetorik“ zusammen mit den Studierenden des Franchise Campus durch. Ziel und Zweck dieses Moduls ist es, dass die Studierenden Ihre Kommunikation verbessern und sich sicherer und professioneller vor Gruppen präsentieren können.

Die vermittelten Inhalte waren u.a.:

 – Auftreten vor Gruppen

– Vorbereitung von Präsentationen

– richtiger Medieneinsatz/ Medienmix

– Mindmap Erstellung

– Richtiges Präsentieren

– Beurteilung von Präsentationen

Die Studierenden konnten ihr erworbenes Wissen auch direkt in die Tat umsetzen.

Zum einen hat jeder Studierende eine 1-Minütige Stegreifrede gehalten,

zum anderen hatte jeder die Möglichkeit eine Power-Point Präsentation vorzubereiten und dann

das Thema in einer 5-minütigen Präsentation vorzustellen.

Dabei war die Themenauswahl jedem selbst überlassen.

Hier auszugsweise drei der vorgestellten Themen:

 – Kurzbiografie von Donald Trump

– Klassische Musik

– Attentat in Orlando

Die anderen Themen waren ebenso sehr interessant und informativ.

Somit konnten die Studierenden in diesem Praxismodul nicht nur Ihre Präsentationsfähigkeiten verbessern, sondern noch zusätzlich ihren Wissenshorizont erweitern.

Wir danken Frau Bertram ganz herzlich für die beiden lehrreichen und kurzweiligen Tage und

wünschen Ihr weiterhin viel Freude als engagierte Dozentin.

Rhetorik macht Spaß

Fairplay Franchising

Fairplay Franchising – Hart in der Sache, aber weich zu den Menschen

Franchise-Beraterin Waltraud Martius zu Besuch am Franchise Campus – Ende der Trilogie

Zum dritten Mal in Folge besuchte Frau Mag. Waltraud Martius den Franchise Campus in Weilburg. Dabei ging es in dem Workshop um das Thema „ Fairplay Franchising “.

Mit diesem Thema befasst sich Frau Martius nun schon mehrere Jahrzehnte. Sie spricht aus Erfahrung, da Sie schon Master-Franchise-Nehmerin der Musikschule Fröhlich war. Zu diesem Thema hat Sie im Jahr 2008 ein Buch geschrieben, das nun bereits in der 3. Auflage erschienen ist und schon ein Standardwerk in der Franchisewirtschaft ist (Titel: Fairplay Franchsie – SpringerGabler Verlag).

Frau Martius und ihr Team beraten sehr viele renommierte Franchisesysteme, damit das Thema „Fairplay“ auch in der Praxis umgesetzt und gelebt wird.

Dabei gab uns Frau Martius wertvolle Tipps und einige Denkanstöße:

•        Vertrauen und Sicherheit soll von der Franchise-Zentrale auf den Franchise-Nehmer ausgestrahlt werden, damit dieser Stolz auf das System und die Marke sein kann

•        Regelmäßige Social/ Live Events sind wichtig für eine erfolgreiche partnerschaftliche Zusammenarbeit

•        „disagree but commit“ – Entscheidungen ohne Wenn und Aber,

erleichtert die Umsetzung neuer Ideen.

•        Abstimmungen sogenannte TEDs durchführen, damit ein klares Bild von der Meinung aller Franchise-Nehmer vorliegt

•        Professionelles Partnermanagement bedeutet: Aktualität sowie die Einhaltung von Protokollen/ Themen in einem bestimmten Zeitplan.

•        Rituale sorgen für ein starkes WIR Gefühl.

•        „nicht“ nett, sondern klar zueinander sein erleichtert die Kommunikation

Der Franchise-Geber stellt mit seinem Know-how dem Franchise-Nehmer alles Notwendige zur Verfügung damit dieser arbeiten kann, wenn er sich bewegt. Dies verglich Frau Martius in einer Metapher mit einem Paar Turnschuhen, die der Franchise-Geber dem Franchise-Nehmer übergibt. Laufen muss der Franchise-Nehmer den Marathon jedoch selbst.

Die Studierenden bedanken sich ganz herzlich bei der Franchiseexpertin Frau Mag. Waltraud Martius. Die Studierenden freuen sich schon, Ihr theoretisch gewonnenes Wissen im anstehenden Praktikum umsetzen zu dürfen.

Fairplay Franchising Fairplay Franchising

Fairplay Franchising – let´s do it!

Juristenvortrag zu Franchiserecht

Der auf Franchiserecht spezialisierte Anwalt Dr. Patrick Giesler zu Gast am Franchise-Campus

Am 27.04.2016 durften die Studierenden des Franchise-Campus Dr. Patrick Giesler begrüßen.

Der auf Franchising spezialisierte Fachjurist, als Geschäftsführer und Gesellschafter mehrerer bekannter und erfolgreicher Franchise-Systeme tätige Buchautor für Franchise Literatur, führte bei seinem Vortrag Praxis und Theorie zusammen.

Die Schwerpunkte des interessanten Vortrages legte er dabei unter anderem auf die folgenden Themen:

– Hintergrundwissen zum Franchising

– Franchiserecht im Überblick

– Der Franchisevertrag

Die Anbahnungsphase

  Leistungserbringung des Franchise-Gebers

  Der Investitionsschutz

Herausforderungen mit dem Verbraucherschutz

– Franchising und Handelsrecht

– Master-Franchising und Area Development

Bei der Erläuterung der oben aufgeführten Themen setzte Herr Dr. Giesler besonders auf die Erklärung durch Praxisbeispiele und gab seinen Zuhörern einige wichtige Tipps, welche sie bei ihren zukünftigen Arbeitgebern einfließen lassen können.

Dadurch wurde der Vortrag für die Studierenden sehr bildhaft und kurzweilig.

Ein kleiner Exkurs aus dem Vortrag:

Das europäische Kartellrecht ist durch das französische Kartellrecht rechtlich geprägt und regelt Verbote bzw. dient der Überprüfung von Unternehmenszusammenschlüssen. Daher ist das Kartellrecht besonders für Franchisesysteme von großer Bedeutung.

Das Kartellrecht beschreibt Verbote, weshalb die Herausforderung für die Unternehmen darin besteht, die für einen Unternehmenszusammenschluss wichtigen Freistellungen herauszufiltern.

Die Studierenden des Franchise-Campus bedanken sich herzlich bei Dr. Giesler und freuen sich schon auf seinen nächsten Besuch.

Bonner Tag der Franchiseexpansion

4. Bonner Tag der Franchiseexpansion

Studierende des Franchise Campus nehmen an Expertenveranstaltung teil

Bonner Tag der Franchiseexpansion

Die Studierenden Ralf Felske und Beniamino Zappia zu Gast am 4. Bonner Tag der Franchiseexpansion

“We love Franchising!”

Zum vierten Mal in Folge luden am 14.04.16 die Rechtsanwälte Dr. Jan Giesler und Dr. Volker Güntzel von der Anwaltskanzlei BUSSE & MIESSEN die Franchisewirtschaft zum Thema „Expansion“ ein.

Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für das Expandieren sind:

  • Überzeugendes Produkt
  • Transparenz des Franchisesystems
  • Schnelle Bearbeitung von potentiellen Franchisepartneranfragen
  • Gute Finanzierungslösungen z.B.: Factoring und Leasing
  •  Einbindung von externen Dienstleiter z.B.: Unternehmensberater
  •  Optimale Zielkundengewinnung durch (über)regionales Marketing

Diese Faktoren bzw. Kompetenzen muss ein Franchisesystem haben um erfolgreich expandieren zu können. Ferner bricht man diese Eigenschaften auf Systementwicklungs- Kommunikations- und Kapitalbedarfkompetenz runter.

Im weiteren Verlauf des Tages wurden auch die „Todsünden“ im Expansionsprozess behandelt. „Wachstum-nimm doch einfach jeden!“ – So beschreibt Matthias Lehner Gründer von Bodystreet einen der großen Fehler im Expansionsprozess. Tatsächlich trifft diese Tatsache jedes Franchisesystem. Alle Systeme brauchen Franchisepartner um sich zu multiplizieren. Jedoch sollte der potentielle Partner bei der Partnerwahl einen professionellen Auswahlprozess durchlaufen müssen. Das dient letztendlich dem Systemschutz und der erfolgreichen Expansion.

Rechtlich gesehen muss bei der Expansion viel beachtet werden. Grundvoraussetzung bzw. Basis der Multiplikation ist der Franchisevertrag. Dieser muss sorgfältig erstellt werden, da es sich um einen typengemischten Vertrag handelt. Um Hindernisse im Expansionsprozess präventiv vorzubeugen, sollte der Franchisegeber u.a. den Gebietsschutz klar regeln, um Konflikte unter den Franchisepartnern zu vermeiden. Zudem raten die Juristen den Franchisegebern eine Empfehlung zur Geheimhaltungspflichtvereinbarung an den Franchisepartner für seine Mitarbeiter auszusprechen. Des Weiteren schlugen die Juristen vor, ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot für den Franchisepartner und Ehepartner/Lebensgefährte im Vertrag aufzuführen.

Der Businessplan

Der Unternehmensberater und Franchisenehmer Stephan Neuschulten zu Gast am Franchise Campus

Am Dienstag, den 22.07.16 begrüßten die Studierenden des Franchise-Campus Herrn Stephan Neuschulten zu einem spannenden Vortrag mit dem Thema: Die Erstellung von Businessplänen.

Herr Neuschulten ist selbst Unternehmer und erklärte anhand seiner Vita wie entscheidend gute Businesspläne sind, da er selbst bei jeder seiner Unternehmenserweiterungen auf einen neuen und guten Businessplan angewiesen ist.

Wichtige Punkte, die in einen Businessplan gehören, sind:

·         Eine Beschreibung des Gründers (Erfahrung, Kompetenzen …)

·         Darlegung des Konzepts/Systems

·         Erläuterung des Marketing-Konzeptes

·         Betriebswirtschaftliche Auswertungen (Zahlen, Daten & Fakten).

Bei der Gründung dient ein Businessplan dem Gründer zur Entscheidungsfindung, um festzustellen, ob das Vorhaben erfolgversprechend ist. Dabei gab Herr Neuschulten den Tipp: Liquidität vor Rentabilität. Diese These erläuterte er mit kurzen Stories aus seiner eigenen Unternehmererfahrung.

Der individuelle Businessplan ist sehr bedeutend für die Bankgespräche, wenn es um die Finanzierung geht. Dabei ist zu beachten, dass man mit den Banken professionell kooperieren sollte, um eine schnelle Finanzierungszusage zu erhalten. In der Startphase der Unternehmensgründung ist der Businessplan ebenfalls ein wesentliches Controlling-Instrument, um erfolgreich zu werden.

Damit war ein spannender Tag mit Herr Neuschulten zu Ende. Die Studierenden des Franchise-Campus und der Studienleiter Herr Petzsche bedanken sich und wünschen weiterhin Herrn Neuschulten viel Erfolg in seiner Tätigkeit.

DFV-Round-table

Wie genial ist das denn?!

DFV-Round-table

Die Studierenden Ralf Felske und Beniamino Zappia vom Franchise Campus in Weilburg hatten das große Vergnügen am DFV-Round-table in Kürten bei Isotec teilnehmen zu dürfen. Schwerpunkt der Veranstaltung war die Franchise-Nehmer Nachfolgeregelung. Während und nach den Diskussionsrunden durften die zwei Studierenden die Top-Experten der Franchisewirtschaft kennenlernen. Ein sehr informatives Gespräch mit dem DFV Präsidenten und Gründer der Musikschule Fröhlich, Dr. h.c. Dieter Fröhlich oder der intensive Austausch mit dem OBI Gründer Prof. Manfred Maus gehörten zu den unvergesslichen Momenten.

Oder einfach mal auf den Punkt gebracht: Wie genial ist das denn!

Dank des Engagements und Einsatzes des DFV wird den jungen Nachwuchstalenten des Franchise Campus die großartige Möglichkeit gegeben, in das Netzwerk der Franchisewelt einzutauchen. Vielen Dank dafür!

DFI Veranstaltung: Zeitwende Digitalisierung – Aus Chancen Erfolge machen

Deutsches Franchise Institut (DFI) – Jubiläumsveranstaltung

BONN- Am 17.02 tagte die Franchise-Geber Community in Rahmen der Jubiläumsveranstaltung anlässlich des DFI im Hilton Hotel zusammen. Schwerpunkte der Tagung waren Strategien, Lösungen und Handlungsansätze für Franchisesysteme, mithilfe neuer Technologien aufgrund des neuen Zeitalters Digitalisierung. Zudem wurde diskutiert wie sich der digitale Wandel in der Zukunft auf Franchisesysteme auswirkt und auswirken kann. Franchise-Geber waren aktiv angehalten die Entwicklung der Digitalisierung als Chance für ihr System und ihre Franchise-Nehmer anzusehen.

Nach der Begrüßung des Präsidenten des Deutschen Franchise Verband (DFV) Dr. h.c. Dieter Fröhlich fing die Veranstaltung mit Dr. Boris Hedde Geschäftsführer vom Institut für Handelsforschung (IFH), an. In seinem Vortrag beschrieb Dr. Hedde die Auswirkungen des digitalen Wandels auf Franchisesysteme bezüglich Branchen, Kundenverhalten und regionale Unterschiede.

Da Digitalisierung Kernpunkt der Tagung war, war es unabdingbar, dass ein Google Vertreter teilnahm. Adrian Blockus (Google Manager) erläuterte wie online Marketing für Franchisesysteme vor allem für Franchise-Geber richtig anwendbar ist. Systeme müssen sich an den Wandel anpassen um aktiv auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Zurzeit zeigt Google 61 Mio. Internetnutzer auf, das sind 75% der deutschen Bevölkerung. Davon sind 53,2% jeden Tag online. Eine Philosophie die Google lebt, sollten sich auch Franchisesysteme aneignen: Wir gehen nicht online. Wir leben online. Systeme die erfolgreich in der Zukunft sein wollen, müssen aktiv online Marketing bzw. lokale Strategien betreiben. Google bietet dazu speziell Franchisesystemen eine Kollaboration an.

E-Commerce bedeutet eine große Chance für Franchisesysteme. Thomas Quibeldey, Leiter IT-Services bei BabyOne GmbH sprach von der „Chance Internet“. Plattformen wie z.B. kaufda.de sind optimale Erfolgsfaktoren. Die Homepage sollte zudem so angepasst werden, dass Smartphone-Nutzer beim Aufrufen der Homepage keine Desktop Version angezeigt bekommen, sondern die mobile Ansicht.

Um das Thema Big Data gab es viele Anmerkungen. Der Rechtsanwalt Dr. Hermann Lindhorst spricht von einem nicht zeitgerechten Bundesdatenschutzgesetz („übertriebene Bürokratie“). Jeder Franchisegeber und Franchisenehmer (FN nicht in allen Fällen) braucht einen Datenschutzbeauftragten. Der Rechtsanwalt empfiehlt in allen Rechtsfragen bezüglich digitaler Trends einen Spezialisten zu beauftragen. Ferner sollte die Franchise-Geber Marke nie als Domain der Franchise-Nehmer verwendet werden. Zuletzt rät Dr. Lindhorst, dass das interne Netz der Franchise-Nehmer immer respektiert werden muss.

Die Kommunikation kann in einer digitalisierten Welt anhand technischer Mittel viel effizienter gestaltet werden. Sebastian Grote, Geschäftsführer von Gecco Media bietet seinen Franchise-Nehmern eine Austauschplattform im Intranet an. Auf dieser Plattform können sich die Franchise-Nehmer öffentlich über verschiedene Themen austauschen. Auf dieser Art und Weise digitalisiert man den Prozess der Kommunikation unter den Franchise-Nehmern. Vorteil: Der Franchise-Geber liest mit und kann je nach Bedarf strategische Entscheidungen fällen.

Strategien neu zu überlegen, kann sinnvoll sein. Der deutsche Vapiano Geschäftsführer Florian Schneider brachte dazu ein gutes Beispiel. Die Unternehmenphilosophie war, dass Menschen miteinander kommunizierend an den Tischen zusammen gebracht werden sollen(…) ohne Internetnutzung. Das funktioniert heutzutage nicht mehr so einfach. Aufgrund der Zeitwende Digitalisierung ist das free Wi-Fi Angebot für die Kunden für jedes Franchisesystem einfach unentbehrlich. Das WLAN Angebot wird demnächst zur ganz normalen Betriebs- und Geschäftsausstattung gehören. Vapiano ist mittlerweile dabei Kundenbestellungen per Smartphone anzunehmen und nach Hause zu liefern.

Der letzte Vortrag befasste sich mit dem Ausblick auf die richtige Strategie für Trends in der Zukunft. Die Leiterin Research und Consulting (IFH) Dr. Eva Stüber verdeutlichte wie wichtig es ist den „Focus on the Customer“ zu legen. Der Kunde rückt heutzutage immer mehr im wirtschaftlichen Interesse der Unternehmen. Onlinehändlerpioniere wie Amazon wollen alle Produkte auf der ganzen Welt online verfügbar machen. Es werden immer mehr kundenfokussierte Geschäftsmodelle entwickelt, weil der Kunde im digitalen Zeitalter immer und überall online ist. Frau Stüber beendet ihren Vortrag mit dem Satz, an das sich jedes (Franchise-) Unternehmen orientieren muss um erfolgreich zu sein: Um sich durch den Wettbewerb durchzusetzen ist eine klare Positionierung und Abgrenzung wichtig.

DFI Veranstaltung: Zeitwende Digitalisierung - Aus Chancen Erfolge machen

Fazit:

Die Zeiten werden sich auf digitaler Ebene schnell ändern. Der technische Fortschritt ist rasend. Franchisesystem müssen Strategien und Lösungen finden um in der Zukunft nicht aufgrund schlechter Vorbereitungen zu scheitern. Digitalisierte Prozesse sind ein must have für Franchisesysteme. Die Systeme müssen jetzt die Chance greifen um in Zukunft teil an der Zeitwende Digitalisierung zu nehmen.

Workshop „Dokumentation des Know-how in Franchise-Systemen“ mit Franchise Expertin Mag. Waltraud Martius

Teil zwei der Trilogie

Der neue Jahrgang am Franchise Campus durfte zum zweiten Mal die renommierte Franchise Beraterin Frau Waltraud Martius zum Workshop für Know-how-Dokumentation begrüßen. Schwerpunkt der Veranstaltung war die Erstellung und Anwendung von Franchise-Handbüchern und Extranets als Basisinstrument in Franchise-Systemen.

Der Workshop begann mit einer umfangreichen Präsentation zur Know-how-Dokumentation. Im Anschluss arbeiteten die Studierenden in ihren jeweiligen Gruppen zur Erstellung eines Franchise-Systems. Aufgabenstellung war die Gliederung des Handbuches basierend auf das Franchise-Paket, das im ersten Workshop von den Gruppen in Zusammenarbeit mit Fr. Martius erstellt wurde.

Frau Martius erläuterte im Laufe der Präsentation die Notwendigkeit eines Handbuches. Es dient nicht nur als unverzichtbares Werkzeug, sondern auch als ein Indikator für die Seriosität eines Franchise-Systems.

In der Ausgangssituation eines jeden Franchisesystems muss der Zusammenhang zwischen Franchise-Vertrag und Handbuch klar definiert werden. Franchise-Handbücher sind eine praxisorientierte Darstellung der Rechte und Pflichten als Anwendungs-Know-how zur systemgerechten Umsetzung des Konzeptes und des Betriebstyps durch den Franchise-Nehmer. Franchise-Verträge sind dagegen die juristische Formulierung der Rechte und Pflichten von Franchise-Geber und Franchise-Nehmer. Die Franchise-Beraterin empfiehlt den Vertag immer einfach und übersichtlich zu gestalten. Das Handbuch sollte im Gegensatz zum Vertrag umfangreich, detailliert und mit einem Änderungsvorbehalt vorgesehen werden.  Jedes Franchise-System sollte seine Know-how Merkmale so schützen, sodass sie

·        geheim:                              (Know-how ist nicht der Allgemeinheit bekannt),

·         wesentlich:                       (Unerlässlichkeit des Know-how für den Franchisenehmer)

·         und identifiziert:             (Überprüfung des Know-how anhand der ersten beiden Punkte)

sind.

Das Vorwort kann in der direkten Ansprache formuliert sein, da dies auf dem Franchise-Nehmer persönlicher wirkt und dadurch auch eine Bindung zum System entsteht. Im weiteren Verlauf des Handbuches ist jedoch die Ansprache in der dritten Person abgebracht. Direkte-, indirekte Ansprachen und charakterähnliche Anweisungen sollten dort vermieden werden.

Formale Aspekte wie z.B. das Layout des Extranets, Inhalt des Handbuches oder das Corporate Wording müssen stets einheitlich geführt werden. Ein Übergabeblatt und Deckblatt für das Handbuch geben dem Franchise-Nehmer bei der Überreichung zusätzliches Vertrauen.

Dokumentation des Know-how in Franchise-Systemen

Der Franchise Campus freut sich im Sommer zum Abschluss der Trilogie Frau Waltraud Martius wieder zu empfangen.